Helles – ohne Allüren im Aufwärtstrend

Dieser ursprünglich in München im 19 Jahrhundert entstandene Bierstil, war in dem damals vom Münchner Dunkel dominierten Markt als einheimische Alternative zu den immer beliebteren Pilsner Bieren aus Böhmen gedacht. Aufgrund des harten Wassers in München (damals noch ohne Wasseraufbereitung) musste man kreativ sein, da Pilsner Bier weicheres Wasser benötigt. Und das Helle wurde von den Münchner angenommen, hat sich durchgesetzt, wurde immer beliebter und vermittelt nun als ursprünglich regionale Spezialität ein Lebensgefühl von Biergarten und bayerischer Gemütlichkeit. Heute ist „Bayrisch Hell” oder „Helles“ im Süden Deutschlands – also Baden-Württemberg und Bayern - nach wie vor sehr beliebt und die Auswahl enorm.

Diese positive Grundeinstellung der Endkunden zu diesem Bierstil nutzen in den letzten Jahren immer mehr Brauereien und stärken die Bekanntheit und Beliebtheit auch in den nördlichen Regionen Deutschlands. Auffällig oft tritt das Helle in der 0,5 Liter Euro-Flasche und in blauen Kasten in Erscheinung auch wenn so manche Brauerei sonst in anderen Farben am Markt präsent ist– die „Kult-Hellen“ von Augustiner und Tegernseer lassen grüßen…

Bekannte Weissbierbrauereien oder große Pilsbrauereien bringen neue Helle auf den Markt und wollen so vom dem Wachstum der Biersorte profitieren. 2016 wuchs das Segment Helles Bier 6,7% mehr als der Gesamtmarkt, woran sowohl die großen Münchner Brauereien wie Paulaner, Spaten, Hofbräuhaus, Löwenbräu und Augustiner als auch die kleineren regionalen Brauereien in Bayern und Baden-Württemberg Ihren Anteil hatten. Durch weitere neue und zum Teil wiederbelebte Marken, sowie Handelsmarken im Retrodesign wächst das Angebot an Hellem auch in 2017 weiter an und gewinnt deutlich an Beliebtheit (zu Lasten meist von Pils und Export) im Norden, der Mitte und im Osten Deutschlands was weitere Zuwächse erwarten lässt. Auch als Exportbier ist Helles sehr beliebt und bekannt in der ganzen Welt.

Helles ist also weiter im Aufwind und der positive Trend geht weiter.


Bayrisch Hell und Helles Faktencheck

Was zeichnet ein Helles aus?

Ein Helles steht für die großartige Tradition im Süden Deutschlands, war in den letzten Jahrzehnten meist unterschätzt und wurde nun wiederendeckt, obwohl es nicht zu den typischen Craftbieren mit sehr ausgefallenem Aromaprofil zählt.

Ein klassisches Helles ist strohgelb bis hell golden in der Farbe, ohne Trübung brilliant in der Erscheinung und hat einen ausgewogenen Charakter, bei dem der Hopfengeschmack durch die entsprechende Malzgabe ausgeglichen wird. Eine geringe, aber spürbare Bittere strukturiert die leicht malzbetonte Vollmundigkeit. Die Hefe muss im gesamten Brauprozess immer sehr sauber arbeiten, damit keine unspezifischen oder unrunden Aromen wahrnehmbar werden, die später durch nichts mehr ausgeglichen werden können und somit jeder kleine Fehler herauszuschmecken wäre. Frische hefebedingte meist kaum schmeckbare Schwefelstoffe geben dem Hellen zusätzliche Impulse.


Ein gutes Helles ist also …..

  • Balanciert – aber nicht neutral
  • Unkompliziert – aber nicht langweilig
  • Rein, frisch, ehrlich – denn nichts kann vertuscht werden
  • Gradlinig elegant – und nicht zu verspielt oder aromenintensiv
  • ein Genuss und bayerische Lebensart
  • nicht out, sondern mega-in

Ein gutes Helles stellt sich vor....

Die Vielfalt von Bayrisch Hell und Helles wächst enorm. Hier eine kleine Auswahl, die Sie interessieren könnte.

Jeder GEFAKO Händler hat sein regionales und auf sich passendes Biersortiment im Verkauf. Falls Sie keines dieser aufgezeigten "Helles" bei ihm finden, fragen Sie danach bzw. hat er aus seinem Sortiment bestimmt ein vergleichbares "Helles" für Sie!